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News | Offener Brief zur Kundgebung am Judenburger Hauptplatz, 13.02.2016

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Offener Brief zur Kundgebung am Judenburger Hauptplatz, 13.2.2016


Ein Briefchen mit eindeutiger Botschaft flattert ins Haus - die Stadt wird den ganzen Samstag für den ruhenden Verkehr gesperrt, ab 11 Uhr für den fließenden Verkehr. Anrainern wird empfohlen, das Auto außerhalb der Stadt oder innerhalb des Hauses zu parken. Was ist denn da los?


Auf Nachfrage erfahre ich, dass eine rechte Gruppierung eine Kundgebung angemeldet hat. Sollte sich auch noch eine Gegenbewegung gruppieren, kann es zu einer gefährlichen Situation kommen, wie vor kurzem in Spielfeld, wo 80 Autos von Gegendemonstranten beschädigt worden sind. Die Polizei muss daher entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen treffen.


Wenn aber die Situation als so gefährlich eingeschätzt wird, dass die Bevölkerung einer ganzen Stadt in ihrer Bewegungsfreiheit beschränkt oder überhaupt gänzlich in ihre Häuser verbannt wird, frage ich mich, warum die BH Murtal kein Platzverbot ausspricht und die Kundgebung an einen anderen Ort verlegt. Unsere Meinungs- und Versammlungsfreiheit sind ein hohes Gut. Die persönliche Bewegungsfreiheit der Bürger muss aber trotzdem gewährleistet bleiben!
Auch für die Wirtschaft hat die Angelegenheit schwere Auswirkungen. Unsere Kunden kommen mit dem Auto in die Stadt um in Ruhe zu bummeln und Einkäufe für das Wochenende in der Innenstadt zu erledigen, aber es wird ihnen unmöglich gemacht! Und wer an diesem Tag einen Parkplatz und einen Weg in die Stadt findet, der wird vor vielen verschlossenen Türen stehen. Von welchem Geschäftsinhaber kann man verlangen, das Sicherheitsrisiko eingehen, zwischen demonstrierende Fronten zu geraten. Und aus wirtschaftlicher Sicht hat es schon gar keinen Sinn, die Läden einer versperrten Stadt offenzuhalten.


Die Judenburger Betriebe und ihre Mitarbeiter bemühen sich tagtäglich um jeden Kunden, doch wer ersetzt uns den wirtschaftlichen Schaden, der durch die Sperre der Stadt entsteht?
Wer repariert das Image der Stadt, wenn sie mit negativen Schlagzeilen in den Medien erscheint?
Aus diesem Grund protestieren wir aufs Schärfste!


Mag. Valerie Odelga
Apothekerin,
Obfrau Wirtschaftsforum Judenburg

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